Turnevent der Extraklasse im Allgäu
Nicht nur in Stuttgart beim DTB-Pokal ging am Wochenende die Post ab, sondern auch die TG Allgäu präsentierte mit dem AÜW-AlpenCup ein Turnevent der Extraklasse in der noch jungen Saison 2026. So trafen sich am Samstag in der Panormarena Wiggensbach 40 Mixed-Teams, um in ihrer jeweiligen Leistungsklasse um den Titel des AlpenCup-Siegers zu kämpfen. Mit mehreren hundert Zuschauern über den Tag verteilt, guter Laune bei den Turnerinnen und Turner und einem sportlich hochwertigen und fairen Wettkampf, gibt sich die TG Allgäu mehr als zufrieden. Die Eventziele wurden mehr als übertroffen: Es war ein Tag voll mit Emotionen, Gemeinschaft und sportlicher Spannung über Landes-, Vereins-, Alters- und Leistungsgrenzen hinaus.

Rückblick: Was ist der AÜW-AlpenCup und was macht ihn zu so einem besonderen innovativen Wettkampfformat:
Mixed-Teams sorgen für neue Dynamik und überraschende Kombinationen.
Chancengleichheit: Jeder kann mitmachen – unabhängig von Nationalität, Verein, Alter oder Leistungsniveau.
Gemeinschaftserlebnis: Der AÜW AlpenCup fördert den Austausch zwischen Vereinen und bringt die Turnfamilie zusammen.
Sportliche Leistung trifft Show: Hochklassige Übungen gepaart mit einer tollen Atmosphäre machen den Tag zu einem Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer.
Ein Wettkampfpaar besteht aus einer Turnerin und einem Turner, wobei sich beide ihr drei besten Geräte aus dem olympischen Vierkampf der Frauen und Sechskampf der Männer aussuchen dürfen. Die erturnten Punktzahlen werden summiert und bestimmen dann die Teamplatzierung.

Am Vormittag startete die Leistungsklasse LK2 mit den ersten 20 Teams in den Tag. Dadurch dass hier die Übungsvorschriften und Inhalte für die Turnerinnen und Turner etwas einfacher zu erfüllen sind, bietet sich dieser Wettkampf auch für jüngere Athletinnen und Athleten an sowie für all diejenigen, die noch nicht nach dem internationalen Kür-Regelwerk turnen. Die gezeigten Leistungen waren jedoch nicht weniger hochwertig, sodass es bis zuletzt auf jedes gemeinsam erturnte Zehntel ankam. Am Ende stand das Mixed-Team bestehend aus Clemens König und Angelina Mayr (beide KTV Ries) als LK2-Sieger oben auf dem Podest, gefolgt von Elija Bach (TSV Buttenwiesen)und Katrin Schmölzer (SV Inningen) auf Platz zwei und Florian Raab und Franziska Kehl (beide TSV Buttenwiesen).

Am Nachmittag stieg nicht nur das Leistungsniveau, sondern auch das Preisgeld für das diesjährige Gewinnerpaar. Mit Hilfe von Sponsoren gelang es der TG Allgäu, den ersten Platz mit einer Siegerprämie von 500€, Platz zwei mit 300€ und Platz 3 mit 100€ zu dotieren. Damit wurde ein noch größerer Anreiz für die Teams geschaffen All-In zu gehen und einen bestmöglichen, fehlerfreien Wettkampf abzuliefern. Trotz der noch jungen Saison zeigten sich die Paare in einem sportlichen fitten Zustand und überzeugten mit hochkarätigen Übungen. Das Preisgeld mit nach Hause nahm am Ende das Mixed-Team aus Wien (Vienna Gymnastics) bestehend aus Oleksandr Borysov und Valentina Frint, die vom Konzept des Wettkampfs überzeugt waren und deshalb den weiten Weg aus Österreich auf sich nahmen. Platz zwei sicherte sich der Bundesligaturner Markus Bay (VFL Kirchheim unter Teck) mit seiner Partnerin Selina Scharr (SV Leonberg). Auf dem dritten Podestplatz stellten sich am Ende Maximilian Lang (TV Hösbach-Großostheim) und Tabea Hock (TSV Heusenstamm).

Auch die Turner aus den Reihen der TG Allgäu ließen sich nicht die Chance nehmen selbst beim AlpenCup zu starten. So überzeugten auch Michael Urbin mit Alba Uhl (Platz 5), Stephan Eberle mit Alessa Wirth (Platz 7) und Maximilian Eberle mit Sophia Reichlmayr (Platz 10) und setzen den Startschuss für eine gute Saison 2026.

Text: Maximilian Eberle - Bilder: Stephan Urbin
