Das Podest des Kür-Durchganges: v.l. Michael Urbin, Ulrich Fischer, Julian Gottwald
Am vergangenen Samstag richtete die TG Allgäu einmal mehr die Allgäuer Meisterschaft im Geräteturnen männlich aus. Während es für die Turner der Bundesligamannschaft ein erster
Fitnesstest ist, ist der Wettkampf für den Nachwuchs ein Spiegelbild des Trainings über den Winter und im Frühjahr. Weiter ergibt sich aus guten Leistungen die Möglichkeit in der zweiten
oder dritten Mannschaft der TG Allgäu in der Bayern- oder Landesliga starten zu dürfen. Es wurden in neun Wettkampfklassen, unterteilt nach Alter und Schwierigkeitsgrad, am Vormittag
(Kür) und am Nachmittag (Pflicht) geturnt.
Beim altersoffenen Wettkampf und damit dem Kampf um den Allgäuer Meistertitel in Form des Wanderpokals konnte sich der Youngster Ulrich Fischer (TSV Markt Wald) mit einem nahezu perfekten
Wettkampf über alle sechs Geräte hinweg durchsetzen und verwies Julian Gottwald und Michael Urbin (beide TSV Markt Wald) auf die Plätze zwei und drei.
Christoph Bergmann war der einzige Starter des TSV Wiggensbach im Vormittags-Durchgang
Im Wettkampf II, Leistungsklasse 1 (2008 und jünger) gelang es dem Routinier Roland Hartner (TSV Markt Wald) an die Spitze des Podests. Damit unterstich er nach wie vor seine Wichtigkeit
über alle sechs Geräte hinweg für die zweite Mannschaft, die dieses Jahr wieder in der Bayernliga turnen wird. Er verwies damit seinen Vereinskollegen Maximilian Mautz auf Platz zwei und
Felix Groß (TV Memmingen) auf Platz drei. Auch im Wettkampf III setzte sich der TSV Markt Wald in Person Jannik Weißhaar (Altersklasse 2008/2009) durch. Sebastian Kögel (TSV Sonthofen)
und Simon Nuber (TV Reutin) freuten sich über Platz zwei und drei.
Der TV Kempten präsentierte seine neuen Trikots.
Im Wettkampf IV (Leistungsklasse 2) gingen alle Athleten (2011 und jünger) an den Start, die sich bereits jetzt schon mit den Kür Übungen beschäftigen, um später hier auf Landesligaebene
oder Einzelwettkämpfe (u.a. Die Bayrische Meisterschaft) an den Geräten zu stehen. Sichtlich gerfreut, vor allem nach seiner Pferdleistung, hat sich Leonardo Andreula (TSV Schwaben
Augsburg), der Armin Meier den vierten Markt Walder Titel strittig machen konnte und zurecht nach tollem Wettkampf auf dem ersten Platz landete. Jakob Berghammer (TSV Markt Wald) durfte
sich nach guten Trainingseinheiten über den dritten Platz freuen. Somit ging ein erfolgreicher Vormittag für alle Turner zu Ende und die PanormArena Wiggensbach wurde zur Bühne für die
Jugend- und Schülerathleten und deren Pflichtübungsprogramm.
Der teilnehmerstärkste Jahrgang: Schüler B
Jannik Weißhaar, beflügelt vom LK2 Sieg am Vormittag nutze die Chance, auch im Pflichtprogramm seiner Altersklasse, und holte sich seinen zweiten Titel im Wettkampf V (Jugend), vor Armin
Maier und Jakob Berghammer (alle TSV Markt Wald). Bei den Schülern A (2013/2014) setze sich der TSG Füssen mit Fred Rieder mit drei Punkten vor Hannes Fornell (TV Kempten) und Lius
Richter (TSG Füssen) durch. Der TV Kempten konnte allerdings bei den Schülern B (2015/2016) jubeln, nachdem Sascha Enns Gold und Lino Kienzle Silber holte. Beide nehmen intensiv am
Training der TG Allgäu teil und stehen damit auf dem Perspektivkader für die kommenden Jahre. Fabian Maier (TSV Markt Wald) komplettierte das Podest. Bei den Schülern C (2017/2018)
stellte der TV Reutin Platz eins und zwei mit Levi Köhler und Marco Tarbiat. Josef Egger (TV Kempten) wurde dritter. Den Wettkampftag schlossen die jüngsten Athleten im Feld ab (2019 und
jünger). Beat Egger, Tim Schmidt und Lukas Läufle machten das Podest komplett und freuten sich sichtlich über ihre Leistung.
TGA-Präsident Michael Läufle in seiner Mehrfachrolle als Präsident, Trainer und Vater.
Mit über 80 Teilnehmer unterstreicht das Allgäu die Wichtigkeit des Leistungssport Geräteturnen in der Region. Dafür stellt die TG Allgäu gern die Plattform für einen fairen und
sportlichen Wettkampf als sympatischer Gastgeber für die jungen Athleten. Für das kommende Wettkampfjahr können nun aus den gezeigten Leistungen, sowohl für die Aktiven als auch für den
Nachwuchs, die Weichen gestellt werden um dann auf Landes- oder Bundesebene um Siege zu kämpfen.
In sechs Wettkampfklassen wurden am Nachmittag die Allgäuer Meister Titel vergeben.
Text: Maximlian Eberle - Bilder: Julian Gottwald, Michael Kober
Ulrich Fischer turnte sich mit seiner Partnerin in die Top10 beim LK2-Durchgang des AÜW AlpenCup 2026
Rückblick: Was ist der AÜW-AlpenCup und was macht ihn zu so einem besonderen innovativen Wettkampfformat:
Mixed-Teams sorgen für neue Dynamik und überraschende Kombinationen.
Chancengleichheit: Jeder kann mitmachen – unabhängig von Nationalität, Verein, Alter oder Leistungsniveau.
Gemeinschaftserlebnis: Der AÜW AlpenCup fördert den Austausch zwischen Vereinen und bringt die Turnfamilie zusammen.
Sportliche Leistung trifft Show: Hochklassige Übungen gepaart mit einer tollen Atmosphäre machen den Tag zu einem Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer.
Ein Wettkampfpaar besteht aus einer Turnerin und einem Turner, wobei sich beide ihr drei besten Geräte aus dem olympischen Vierkampf der Frauen und Sechskampf der Männer aussuchen dürfen.
Die erturnten Punktzahlen werden summiert und bestimmen dann die Teamplatzierung.
Clemens König und Angelina Mayr (beide KTV Ries) als LK2-Sieger oben auf dem Podest, gefolgt von Elija Bach (TSV Buttenwiesen)und Katrin Schmölzer (SV Inningen) auf Platz zwei und
Florian Raab und Franziska Kehl (beide TSV Buttenwiesen).
Am Vormittag startete die Leistungsklasse LK2 mit den ersten 20 Teams in den Tag. Dadurch dass hier die Übungsvorschriften und Inhalte für die Turnerinnen und Turner etwas einfacher zu
erfüllen sind, bietet sich dieser Wettkampf auch für jüngere Athletinnen und Athleten an sowie für all diejenigen, die noch nicht nach dem internationalen Kür-Regelwerk turnen. Die
gezeigten Leistungen waren jedoch nicht weniger hochwertig, sodass es bis zuletzt auf jedes gemeinsam erturnte Zehntel ankam. Am Ende stand das Mixed-Team bestehend aus Clemens König und
Angelina Mayr (beide KTV Ries) als LK2-Sieger oben auf dem Podest, gefolgt von Elija Bach (TSV Buttenwiesen)und Katrin Schmölzer (SV Inningen) auf Platz zwei und Florian Raab und
Franziska Kehl (beide TSV Buttenwiesen).
Ausmarsch der Teilnehmer des LK2-Durchganges mit einer Polonaise.
Am Nachmittag stieg nicht nur das Leistungsniveau, sondern auch das Preisgeld für das diesjährige Gewinnerpaar. Mit Hilfe von Sponsoren gelang es der TG Allgäu, den ersten Platz mit
einer Siegerprämie von 500€, Platz zwei mit 300€ und Platz 3 mit 100€ zu dotieren. Damit wurde ein noch größerer Anreiz für die Teams geschaffen All-In zu gehen und einen bestmöglichen,
fehlerfreien Wettkampf abzuliefern. Trotz der noch jungen Saison zeigten sich die Paare in einem sportlichen fitten Zustand und überzeugten mit hochkarätigen Übungen. Das Preisgeld mit
nach Hause nahm am Ende das Mixed-Team aus Wien (Vienna Gymnastics) bestehend aus Oleksandr Borysov und Valentina Frint, die vom Konzept des Wettkampfs überzeugt waren und deshalb den
weiten Weg aus Österreich auf sich nahmen. Platz zwei sicherte sich der Bundesligaturner Markus Bay (VFL Kirchheim unter Teck) mit seiner Partnerin Selina Scharr (SV Leonberg). Auf dem
dritten Podestplatz stellten sich am Ende Maximilian Lang (TV Hösbach-Großostheim) und Tabea Hock (TSV Heusenstamm).
Teamfoto aller Teams des Kürdurchganges des AÜW AlpenCups 2026
Auch die Turner aus den Reihen der TG Allgäu ließen sich nicht die Chance nehmen selbst beim AlpenCup zu starten. So überzeugten auch Michael Urbin mit Alba Uhl (Platz 5), Stephan Eberle
mit Alessa Wirth (Platz 7) und Maximilian Eberle mit Sophia Reichlmayr (Platz 10) und setzen den Startschuss für eine gute Saison 2026.
Die Turner der TG Allgäu mit den Präsenten des Namenssponsors AÜW. v.l. Stephan Urbin, Michael Urbin, Organisator Julian Gottwald, Stephan Eberle, Maximilian Eberle
Text: Maximilian Eberle - Bilder: Stephan Urbin
Bereits zum dritten Mal dabei: Julian Hausch vom VfL Kirchheim mit Teampartnerin Laura Dick vom TV Kempten.
MIXED, MODERN, MITREISSEND: MIXED-TEAMS IM RAMPENLICHT
Der AÜW AlpenCup ist kein gewöhnlicher Turnwettkampf – hier treten Mixed-Teams gegeneinander an, bestehend aus Turnerinnen und Turnern unterschiedlichster Altersgruppen und Vereine.
Jedes Paar zeigt sein Können an mehreren Geräten, und die Leistungen von Mann und Frau werden zu einer gemeinsamen Teamwertung addiert – ein Format, das sowohl Spannung als auch
Teamgefühl schafft.
Dieses innovative Wettkampfformat hebt sich bewusst von klassischen Einzelwettbewerben ab. Stattdessen sollen sowohl Breite als auch sportliche Vielfalt gefeiert werden – und das mit
einem attraktiven Anreiz für die Gewinner: preisgekrönte Geldpreise als zusätzliche Motivation!
Franziska Roeder beim Jägersalto am Stufenbarren
Was macht den AÜW AlpenCup so einzigartig? Hier sind einige Gründe:
Innovatives Wettkampfformat: Mixed-Teams sorgen für neue Dynamik und überraschende Kombinationen.
Chancengleichheit: Jeder kann mitmachen – unabhängig von Verein, Alter oder Leistungsniveau.
Gemeinschaftserlebnis: Der AÜW AlpenCup fördert den Austausch zwischen Vereinen und bringt die Turnfamilie zusammen.
Sportliche Leistung trifft Show: Hochklassige Übungen gepaart mit einer tollen Atmosphäre machen den Tag zu einem Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer.
Stefan und Clara Haydn beim AÜW AlpenCup 2024
Stephan Urbin freut sich über die Leistung seiner Teampartnerin Anna Mende
Maximilian Eberle möchte beim AÜW AlpenCup 2026 sein Comeback nach Verletzungspause feiern.
Bilder: Ingo Rösler - Text: Julian Gottwald
Stephan Eberle für die TG Allgäu am Seitpferd
Im letzten Wettkampf der Saison blieb die erhoffte Überraschung aus, der TSV Pfuhl ließ der TG Allgäu v.a. zu Beginn des Wettkampfs keine Chance und entschied das Duell mit 43:28 für
sich. "Wir haben einen guten Wettkampf gezeigt heute, doch Pfuhl hat seine große Qualität ausgespielt," sagte Mannschaftsführer Stefan Haydn. Mit der Niederlage ist der Abstieg der
Allgäuer in die 3. Bundesliga besiegelte Sache. "Wir konnten in den entscheidenden, engen Duellen gegen Kirchheim und Hanauerland dem Druck nervlich nicht standhalten. In der 2. Liga wird
das knallhart bestraft," bedauert Präsident Michi Läufle die verpassten Chancen der Saison.
In Pfuhl wurde Robert Kirmes einmal mehr Topscorer des Tages, zudem gelangen der TGA zwei Gerätesiege am Barren und am Reck. Doch Pfuhl gewann die restlichen Geräte teils deutlich und
legte so den Grundstein für den Sieg und sicherte sich damit noch Rang drei in der Tabelle. "Kurz durchschnaufen. Dann richten wir den Blick nach vorne und stellen die sportlichen Weichen
für nächstes Jahr. Unser Anspruch für die 3. Liga wird klar sein. Oben mitturnen", zeigen sich Vorstandsmitglied Max Eberle und Präsident Läufle einig.
Elias Reichenbach bereitet den Barren für seine Übung vor.
Die Turngemeinschaft Allgäu wird am kommenden Wochenende nochmal alle Kräfte mobilisieren müssen. Nach dem Debakel gegen Kirchheim unter Teck am vorletzten Wettkampftag der 2.Bundesliga
Süd - Kunstturnen steht das Turn-Team nach sechs Wettkampftagen immer noch ohne Sieg da und damit als Tabellenschlusslicht.
Und dabei hat sich das Team um Mannschaftsführer Stefan Haydn die Saison 2025 nach dem Wiederaufstieg in die zweite Liga ganz anders vorgestellt. Haydn: "Wir haben in den entscheidenden
Momenten zu viele Fehler gemacht. Dazu kommt, dass Elias drei Wettkämpfe verletzungsbedingt fehlte sowie Kilian Krapp und Max Eberle Lücken an ein paar Geräten hinterließen." Erklärungen
und Geständnisse verschiebt die TG Allgäu allerdings auf Sonntag, denn am Samstagabend hat das Team immerhin noch die Chance, durch einen Überraschungssieg gegen den TSV Pfuhl den so
wichtigen einen Wettkampfsieg zu holen, der ihnen den Verbleib in der zweiten Bundesliga sichert. Im Fernduell gegen die TG Hanauerland wird es bei einem Allgäuer Sieg schlussendlich auf
die Gerätepunkte, d.h. die gewonnen Geräte über die ganze Saison hinweg drauf ankommen.
Hier führen die Allgäuer hauchdünn, wohl wissend, dass Hanauerland am letzten Wettkampftag gegen den Tabellenersten Singen wohl kaum den großen Coup einfahren wird. Damit ist die TG
Allgäu einmal mehr selbst verantwortlich, wie sich die Tabelle am Samstagabend zusammensetzt. Die Favoritenrolle wird allerdings den Pfuhler zugeschrieben. Mit drei Siegen steht die junge
Riege als Aufsteiger im soliden Mittelfeld und konnte zuletzt mit konstanten und hochwertigen Übungen selbst die Mannschaften der Tabellenspitze ärgern.
Die Taktik der Allgäuer kann auf den vollen Kader zurückgreifen. Auf der Ausländischen Position wird Robert Kirmes das Team verstärken und auch Elias Reichenbach kehrt nach
Handgelenksentzündung zurück in das Turntrikot. Der Wettkampf startet um 18:00 Uhr in der Dreifachhalle Schulzentrum Pfuhl. Die Allgäuer freuen sich über Support aus der Heimat.
Text: Maximilian Eberle - Bild: Ingo Rösler
